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Berufswahlvorbereitung

 

KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss

Wir sind, wie seit einigen Schuljahren jede allgemeinbildende Schule des Bundeslandes NRW, „KAoA“-Schule!

Was heißt das? KAoA steht für „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Dies ist der Name eines Programms des Landes Nordrhein-Westfalen, dessen Anliegen die Verbesserung des Übergangs von der Schule in die anschließende Phase ist, sei es eine berufliche Ausbildung oder eine weitere Schulphase (z.B. an der Universität). Dafür wiederum sieht KAoA vor, dass, beginnend in der 8. Jahrgangsstufe, zusätzlich zu den „altbekannten“ Angeboten (z.B. Betriebspraktikum in der EF) schon für die Sekundarstufe I drei sogenannte SBOs – Standardinstrumente der Beruflichen Orientierung – eingeführt bzw. fester institutionalisiert werden sollen: die Potenzialanalyse, das Portfolioinstrument und die Berufsfelderkundungen.

Das Portfolio ist ein Ordner, der ab der 8. Klasse die Sammlung aller im Zusammenhang mit der Studien- und Berufswahlorientierung stehenden Materialien, die eine Schülerin bzw. ein Schüler sammeln kann, erm glicht und so auf einen Blick bereitstellt. Neben der Möglichkeit zur Reflexion (etwa im Unterricht als Vorbereitung auf die anderen Instrumente, aber auch z.B. durch Vergleich des Sozialpraktikums- mit dem ein Jahr später erfolgenden Betriebspraktikumsbericht) können hier auch alle Bescheinigungen über absolvierte Erkundungen und Praktika gesammelt werden. Wir haben als Portfolioinstrument den auf die anderen SBOs zugeschnittenen sogenannten „Berufswahlpass Nordrhein-Westfalen“.

Die Potenzialanalyse will unseren Schülerinnen und Schülern weitere ihrer St rken aufzeigen, und zwar durch Erleben der Kinder in Situationen, wie sie in der Schule nicht alltäglich sein können – allerdings durchaus (berufs-)alltäglich sind! Dazu werden alle Kinder jeweils im Klassenverband an einem Tag im Schuljahr außerhalb der Schule durch einen externen (extra zertifizierten) Partner – in unserem Fall die WiPa – solche Situationen durchspielen. Das wird in (klasseninternen) Vierergruppen geschehen, wobei sozusagen das Potenzial der Kinder durch mehrere Beobachter analysiert wird. Insgesamt wird es sechs  Übungen geben, die die klassischen Berufsfelder bzw. Tätigkeitstypen abdecken (wobei nicht eine  bung nur ein Potenzial erfassen kann). Genaueres wird die WiPa jedes Jahr in ihrer Präsentation erläutern! Um es hier schon einmal klar zu sagen: Die Kinder werden natürlich nicht in irgendeiner Weise festgelegt! In den sich anschließenden Auswertungsgesprächen wird ihnen anhand ihrer aktuellen Stärken ihr Potenzial aufgezeigt, ggf. werden ihnen Tipps gegeben, woran sie noch konkret arbeiten können, um ihr vielleicht schon „feststehendes“ Berufsziel verfolgen zu können. Die Kinder können (müssen nicht!) dies nutzen, um z.B. später (s.o. Portfolio!) sich gezielt(er) Berufsfelderkundungen oder Praktikumsplätze auszusuchen! Die Auswertungsgespräche übrigens finden zeitlich nahe nach der Potenzialanalyse statt, und zwar in der Schule. Jedes Kind wird dann für ca. 20 Minuten aus dem Unterricht geholt und in einem persönlichen Gespräch – zu dem auch die Eltern herzlich eingeladen sind – eine Rückmeldung bekommen (auch in schriftlicher Form – wiederum: s.o., Portfolioinstrument).

Die Berufsfelderkundungen kennt man dem Namen nach vielleicht schon. Der Girls‘ Day und der Boys‘ Day sind Beispiele. An diesen Tagen kann aber z.B. ein Junge nicht in einen Beruf wie „Informatiker“ reinschnuppern, weil statistisch gesehen Mädchen in diesem Berufsfeld unterrepräsentiert sind. In Düsseldorf gibt es dafür die Düsseldorfer Tage der Beruflichen Orientierung (DTBO). Sie sind sozusagen die „offene“ Variante: hier kann jede und jeder jedes angebotene Berufsfeld erkunden.

Fortgeführt wird KAoA dann in der Sekundarstufe II insbesondere durch die drei auf die Oberstufe „verteilten“ Workshops „Standortbestimmung“ sowie „Stärkung der Entscheidungskompetenz 1&2“.

Girls‘- und Boys‘-Day

Berufsorientierung mal andersherum
Einmal die Seite wechseln: Als Mädchen sich „Männerberufe“ anschauen und als Junge in „Frauenberufe“ schnuppern – das ist die Idee des bundesweit durchgeführten Girls’- und Boys’-Days. Der Aktionstag soll als ein Baustein der Berufsorientierung genutzt werden, um entgegen des häufig geschlechtstypischen Berufs- und Studienfachwahlverhalten über den Tellerrand hinauszuschauen und Einblicke in die Vielfalt der möglichen Lebensmodelle zu erhalten. Nachdem viele Jahre nur einzelne Schülergruppen am Aktionstag teilgenommen haben, können seit 2014 alle Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I (ab der 7. Klasse) und II, die Lust auf diese neue Erfahrung haben, am Aktionstag teilnehmen. Voraussetzung dafür ist lediglich eine erfolgreiche und rechtzeitige Anmeldung bei Frau Bäcker.

Sozialpraktikum

Sozialpraktikum in der Jahrgangsstufe 9
Das Sozialpraktikum findet jedes Jahr für Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs statt. Pandemiebedingt musste es im Schuljahr 2020/21 leider ausfallen. Ziel des Sozialpraktikus ist die Begegnung mit Menschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Es sollen Erfahrungen ermöglicht werden, die die Schülerinnen und Schüler in ihrer eigenen Lebenswelt so in der Regel nicht machen. Frau Otto-Hamada ist für die Organisation und Durchführung verantwortlich.


Informationen zum zeitlichen Ablauf des Sozialpraktikums
Das Sozialpraktikum findet parallel zum Betriebspraktikum in den drei Wochen vor den Halbjahreszeugnissen statt. Im Schuljahr 2021/22 wird es am Montag, dem 10.01.2022 beginnen und am Donnerstag, dem 27.01.2022 enden. Am Freitag, dem28.01.2022 ist die Zeugnisausgabe in der Schule. Am Mittwoch, dem 26.01.2022 liegt der Auswertungstag. Am Donnerstag, dem offiziell letzten Tag des Praktikums, gehen die Schülerinnen und Schüler noch mal in die Einrichtungen, um sich zu verabschieden.


Vorbereitungsstunden und Auswertungstag
Eine erste Vorbereitung auf das Sozialpraktikum findet in einer Einzelstunde in jeder neunten Klasse bereits im September, am Donnerstag, dem 23.09.2021, satt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten wichtige Informationen. Eine zweite Vorbereitung auf das Sozialpraktikum findet in einer Doppelstunde – dieses Mal allerdings für alle neunten Klassen gemeinsam in der Aula statt. Es wird primär um Organisatorisches gehen. Alle Schülerinnen und Schüler werden eine Mappe mit den wichtigsten Informationen erhalten. Gleichzeitig geht es um die Feststellung, wie viele Schülerinnen und Schüler bis dahin bereits einen Praktikumsplatz gefunden haben bzw. noch Hilfe bei der Suche benötigen. Am Mittwoch, den 26.01.2022 wird es einen Auswertungstag geben, der der Aufarbeitung sowie der Reflexion des Erlebten gilt. Die professionelle Begleitung an diesem Tag erfolgt für jede neunte Klasse durch einen Sozialpädagogen. Einer der beiden Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrer ist ebenfalls anwesend.

Betriebspraktikum

Betriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 10 (EF)
Das Betriebspraktikum soll unseren Schülerinnen und Schülern als wichtiger Bestandteil der Studien- und Berufswahlorientierung am Humboldt-Gymnasium Orientierungshilfe für das Berufsleben sein und Einblicke in die Arbeitswelt geben, die heute auf Grund des sozialen, wirtschaftlichen und technischen Wandels immer komplexer wird. Das Betriebspraktikum bietet den einzelnen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, sich ein Bild über den Arbeitsalltag, dessen Anforderungen, Aufstiegschancen und das berufliche Umfeld zu machen und sich gleichzeitig darüber zu informieren, ob denn der vermeintliche “Traumberuf” tatsächlich der richtige ist. Insofern sollen die Schülerinnen und Schüler das Praktikum als Weiterführung des mit der Potenzialanalyse in Klasse 8 begonnenen Projekt der Berufswahlorientierung verstehen, das durch die Implementation in die Fachcurricula immer wieder thematisiert wurde und nun – ähnlich wie im dreiwöchigen Sozialpraktikum in Klasse 9 – im richtigen Leben “vor Ort“ erlebt werden soll.

Von Seiten des Kollegiums begleitet Herr Berger das Praktikum als Praktikumsleiter, jeder Schülerin/jedem Schüler ist darüber hinaus eine Lehrkraft zugeordnet, die während des Praktikums Kontakt mit der Schülerin/dem Schüler hält und sie/ihn auch mindestens einmal vor Ort besucht.

Das Schülerbetriebspraktikum findet am Humboldt-Gymnasium in der Einführungsphase in den letzten drei Wochen vor den Zeugnissen zum Halbjahr statt.

Im Rahmen des Praktikumsbesuchs wird sich die betreuende Lehrkraft vor Ort davon überzeugen, dass die Schülerin/der Schüler im Betrieb ihren/seinen Pflichten angemessen nachgekommen ist und die ihr/ihm übertragenen Aufgaben gewissenhaft ausgeführt hat. Auch zur Zufriedenheit des Betreuers über den Umgang der Schülerin/des Schülers mit Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten und Kundinnen und Kunden wird die die betreuende Fachlehrkraft erkundigen und dies in die Bewertung des Praktikumsberichts einbeziehen.

Der Praktikumsbericht selbst soll zeigen, dass sich die Schülerin/der Schüler mit dem erlebten Berufsfelds auseinandergesetzt hat und deutlich machen, inwiefern dieses Berufsfeld für die eigene Biographie eine Option sein könnte.

Die Teilnahme am Praktikum wird über eine entsprechende Zeugnisbemerkung auf dem Abschlusszeugnis der Jahrgangsstufe EF dokumentiert, je nach Qualität des Berichts und des Eindrucks vor Ort sind folgende Beurteilungen möglich, die durch die betreuende Lehrkraft erfolgen:

XY hat mit sehr guten Erfolg am Schülerbetriebspraktikum teilgenommen.

XY hat mit guten Erfolg am Schülerbetriebspraktikum teilgenommen.

XY hat am Schülerbetriebspraktikum teilgenommen.