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Humboldt-Gymnasium Innenhof

DI(E)VISIONÄRE", das Schüler-Kabarett

Di(e)visionäre, lange Zeit Düsseldorfs einziges (und daher bestes) Kabarett von Schülerinnen & Schülern, die allen Selbstdenkerinnen und –denkern auf den Zeitgeist gehen wollen. Auch wir versuchen chirurgisch präzise anzugreifen, nicht mit ferngesteuerten Raketen, sondern mit dem geschärften Beil der Satire, bis zur Scherzgrenze: auf dass Ihnen das Lachen im Hals stecken bleibe!

Das Schülerkabarett wurde 1997 – ganz unreligiös – aus der Taufe gehoben und gab sich den tiefsinnigen Namen „Di(e)visionäre“. Zwei fulminante abendfüllende Produktionen in den Jahren 1998 und 1999 etablierten die Gruppe im kulturellen Leben unserer Schule, erhöhten aber auch den Erwartungsdruck an die Gruppe. Zweimal (1999 und 2003) zeigten wir uns im Rahmen der Maskerade, dem Schülertheaterfestival am Goethe-Gymnasium; eine „Tournee“, großzügig und tatkräftig unterstützt von einem Schülervater, Herrn Haver, führte uns im Sommer 2000 bis nach Potsdam ins dortige Humboldt-Gymnasium.

Einmal im Jahr ein anspruchsvolles neues Programm herzustellen überstieg allerdings die Kräfte. Das Ensemble wandelte sich wie die Herrschaftszeiten: alte Kohl-Hasen sind nach ehrenhafter Entlassung von der Schule abgewandert, stattdessen bekamen wir grünen Zuwachs. Inzwischen sind neue Mitspieler am Werk, die Merkel nicht einmal mehr als Umweltministerin kennen – und als solche ist sie schon von der ersten Schülerkabarettgeneration durch den Kakao gezogen worden. Mit nunmehr dreizehn Jung- und zwei Alt-Kabarettisten (Ehemalige, die es zu unserem Nutzen nicht lassen können zu schreiben, zu managen und mitzuarbeiten) ist 2007 eine Frischzellenkur gelungen.

Grundsatz unserer Arbeit ist das Prinzip der Eigenproduktion, das heißt, alle Nummern stammen von den Mitgliedern der Gruppe, bestehend aus Schülerinnen und Schülern ab der neunten Klasse. Wir mühen uns redlich jeden Montag um 18 Uhr, die Qualität unserer Produkte auf hohem Niveau zu halten: und die bemisst sich nicht unbedingt an dem Häufigkeits- und Lautstärkegrad der Brüller im Publikum. Wenn genügend Qualitätsprodukte angefallen sind, findet ein durchaus kreatives Arbeitswochenende in unserem Schullandheim statt, das den Nummern den vorletzten Schliff gibt, deren endgültiger Reifeprozess ca. vier Wochen beträgt. Wir nehmen seit ein paar Jahren die Aula als Aufführungsort der Verlegenheit in Anspruch, obwohl sie ja eigentlich der Großkunst vorbehalten ist.

Auch wir unterwerfen uns der Kompetenzniveauregulierungsbehörde und frönen ihrer Phrase von Qualitätssicherung und –entwicklung: zur Steigerung sind neue Mitarbeitskräfte stets willkommen, wir freuen uns immer auf neue Gesichter, die kreative und produktive Energie ausstrahlen!

Reinhard Buse, Spielleiter