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Humboldt-Gymnasium Innenhof

Die Gesellschaftswissenschaften


Am Humboldt-Gymnasium werden die Gesellschaftswissenschaften Erdkunde, Sozialwissenschaften, Philosophie, Religionslehre und Geschichte unterrichtet.

Nähere Informationen zu den Fächern finden Sie hier:



Erdkunde

Die Erdkunde gilt als eine der Gesellschaftswissenschaften und genießt am Humboldt-Gymnasium einen verhältnismäßig hohen Stellenwert. So kommt es auch, dass unsere Schule im Lise-Meitner-Gebäude über zwei speziell eingerichtete Fachräume sowie einen kleinen Lagerraum für Wandkarten etc. verfügt. Zur Ausstattung besagter Räume gehören beispielsweise eine Reihe von Fachbüchern, Atlanten, Globen, Projektoren oder Filme, die auf dem eigenen Fernsehgerät gezeigt werden können.

Die Inhalte dieses Faches haben sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten grundlegend geändert. Ehemals wichtige Schwerpunkte wie Topographie, länderkundliche Exkurse oder physische Geographie finden zwar nach wie vor Berücksichtigung, rücken jedoch im Zeitalter von Globalisierung, Bevölkerungswachstum sowie den damit verbundenen Problemen und Wirtschaftsweisen eher in den Hintergrund. Im Mittelpunkt der modernen Erdkunde steht der Mensch und sein Einfluss auf die Entwicklung unterschiedlichster Natur- und Kulturräume.

Unterrichtet wird das Fach in den Jahrgängen 5, 7 und 9 sowie der gesamten Oberstufe. Während in 11, 12 und 13 oft zwei Grundkurse eingerichtet werden mussten, besteht des Weiteren eine Kooperation mit der Nachbarschule, dem Goethe-Gymnasium. In der Qualifikationsphase (12./13. Schuljahr) konnte in jüngerer Vergangenheit pro Jahrgang stets ein gemeinsamer Leistungskurs angeboten werden. Dieser wurde durchweg von einer stattlichen Zahl an Schülern belegt.

T. Meyer


Sozialwissenschaften Sek. II und  Politik/ Wirtschaft in Sek. I

Das Fach hat sich am Humboldt-Gymnasium Düsseldorf mit fünf Fachlehrer/-innen, mehreren Grund- und Leistungskursen, auch in Kooperation mit dem Goethe-Gymnasium, inzwischen etabliert. Unterrichtet wird das Fach als Politik/Wirtschaft in den Jahrgängen 5, 8 und 9 sowie als Sozialwissenschaften in der gesamten Oberstufe. Die Schüler/-innen erwerben ein fundiertes Wissen über politische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge und beschäftigen sich intensiv mit Problemstellungen unserer Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitswelt. Politische, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge werden analysiert und verständlich gemacht. Die Auswertung von Texten, Statistiken, Grafiken und anderen Medienprodukten fördert die Fähigkeit, sich Zusammenhänge in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik selbst zu erschließen. Das Hauptziel liegt in der Herausbildung einer eigenen politischen Urteilsfähigkeit anhand des Abwägens von persönlichen Werten und Gemeinwohlinteressen.

Praxisnähe gewinnt der Unterricht durch Unterrichtsgänge, die Expertise von Gastreferent/-innen, die Diskussion geladener Politiker/-innen und durch politische und volkswirtschaftliche Rollen- und Planspiele oder andere handlungsorientierte Unterrichtsprojekte:

  • Besuch des Landtags Düsseldorf
  • Exkursion zu einer Arbeitsstelle des Europaparlaments nach Brüssel
  • Zivilcourage-Projektwoche im Landschulheim Waldbröl
  • Planspiel „Europa in Bewegung“ (3-tägig)
  • Sicherheitspolitisches Planspiel der Bundeswehr „Polis“ (3-tägig) in Winterberg
  • Schüler/-innenbefragung (z.B. aktuell: „Lehrerraumprinzip“) und Evaluation mittels GrafStat
  • Teilnahme an Wettbewerben:
    • Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung
    • Planspiel „Börse“
    • Jugend debattiert
    Klasse 10b unter den Preisträgern des Schülerwettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung
    Die Jury der Bundeszentrale für politische Bildung war beeindruckt: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b des Humboldt-Gymnasiums haben sich mit ihrem Beitrag zum Schülerwettbewerb nicht nur viel Arbeit gemacht. Ihr Thema „Betäubt – im Rausch der Musik“ hat sie im Politikunterricht stark beschäftigt und zu einem kreativen Radio-Feature angespornt. Die Konkurrenz, gegen die sich die Humboldt-Gymnasiast/-innen mit ihrem Beitrag durchsetzen konnten, war riesig: Fast 60.000 Jugendliche der 5.-11. Jahrgangsstufen aus Deutschland und Österreich haben beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2008 mitgemacht. Die Anstrengung wurde im Frühjahr 2009 mit einem Preis belohnt: Die Klasse hat neben einer Urkunde pro Person ein Jugendbuch erhalten.
    • Jugend schreibt
    Der Leistungskurs des Humboldt-Gymnasiums erhält eine Urkunde vom Projekt Jugend schreibt
      Die Schülerinnen und Schüler der Sozialwissenschaften der Jahrgangstufe Q2, betreut von ihrem Leistungskurslehrer Herrn Güven, erhalten eine Urkunde aus dem Projekt „Jugend schreibt“.
      Hierzu haben die Schüler/innen vom 01. Februar 2013 bis 31. Januar 2014 am Zeitungsprojekt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung teilgenommen. Ein Jahr lang erhielten die Teilnehmer des Kurses die Frankfurter Allgemeine Zeitung täglich, um sich über aktuelle politische, ökonomische aber auch soziale Probleme kundig zu machen. Insgesamt waren rund 2200 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt beteiligt, wobei ihnen freigestellt war auch Artikel für die FAZ, in der Rubrik „Jugend schreibt“ zu verfassen. Die Zeitung wurde besonders zur eigenen Lektüre, aber auch zur Nutzung im Unterricht genutzt.
    Bericht von Natalie L., Jg. Q2
  •   Aktives Zeitungslesen:
    • "Jugend liest“ (ein Jahr lang kostenloses FAZ-Abo für Schüler/-innen)
    • Probeabos: Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Handelsblatt

Praktika in Klasse 9 und 11 in sozialen und wirtschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen vermitteln unmittelbar Eindrücke von einschlägigen Berufsbildern und dienen der Erprobung von sozialer Wahrnehmung und sozialem Handeln.

Kernlehrplan

Die Fachlehrkräfte bieten den Lernenden ein ausgewogenes Verhältnis von fachlicher Breite und Spezialisierung an. Dazu trägt die Unterteilung in folgende Inhaltsfelder bei:

  1.   Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie
  2.   Grundlagen des Wirtschaftens
  3.   Ökologische Herausforderungen für Politik und Wirtschaft
  4.   Chancen und Probleme der Industrialisierung und Globalisierung
  5.   Identität und Lebensgestaltung im Wandel der modernen Gesellschaft
  6.   Die Rolle der Medien in Politik und Gesellschaft
  7.   Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie
  8.   Grundlagen des Wirtschaftsgeschehens
  9.   Zukunft von Arbeit und Beruf in einer sich verändernden Gesellschaft
  10. Internationale Politik im Zeitalter der Globalisierung
  11. Einkommen u. soziale Sicherung zwischen Leistungsprinzip u. sozialer Gerechtigkeit
  12. Die Rolle der Medien in Politik und Gesellschaft

Handlungsorientierte Methoden wie Rollenspiel, Talkshow und amerikanische Debatte wer­den mit den Schüler/-innen ebenso erprobt wie klassische Unterrichtsformen, Projektunter­richt und Szenario-Techniken. Dabei stehen die Eigenaktivität und das selbständige Problemlösen der Lernenden nach neuesten Erkenntnissen der Lehr-Lernforschung im Vordergrund.

Fachschaft Sozialwissenschaften




Philosophie

Die philosophische Dimension der Stechfliege

Wer von einer Mücke gestochen wird, spürt Juckreiz, der durch Kratzen gedämpft werden soll. Aber je heftiger man kratzt, desto stärker wird der Juckreiz, und je stärker der Juckreiz, desto mehr will man ihn befriedigen. In der Nacht raubt uns dieser Teufelskreis den Schlaf. Schon die Annäherung einer Mücke treibt uns dann bisweilen den Schweiß auf die Stirn; bevor sie zusticht, versuchen wir, sie zu erschlagen.

Sokrates wurde von seinen Mitmenschen als lästige Stechfliege angesehen, weil er sie mit einem Sekret stach, das ein Jucken im Denken erzeugte und den unerbittlichen Reiz auslöste, wieder Ruhe zu haben. Nun war der Gesprächspartner mit Fragen infiziert, auf die er keine Antwort wusste. Wenn er Sokrates selbst um eine Lösung bat, musste der zugeben, die Antworten selbst nicht zu kennen. Die nun einmal mit dem Problem befasst waren, konnten es nun aber nicht mehr auf sich beruhen lassen. Es zog sie ungewollt umso mehr an, je weniger sie eine Antwort wussten.

Das ist der Juckreiz. Was juckt, sind die offenen Fragen, die Widersprüche und die Unerbittlichkeit des Bedürfnisses, Antworten zu finden, die Ruhe versprechen. Aber gerade die Suche nach zufriedenstellenden Antworten ruft weitere Fragen hervor. Das Staunen, einmal in Gang gesetzt, wird, je kleiner es werden soll, tatsächlich immer größer: Wirkung und Zweck geraten in einen Widerspruch, der die Philosophie am Leben erhält.

Glücklich, wer sagen kann: es juckt mich nicht. Der wird vom Philosophieren nicht angesprochen.
Glücklich, wer sich dazu zwingen kann, nicht zu kratzen, obwohl es juckt:
der ist übers Philosophieren hinaus.

Fachschaft Philosophie



Religionslehre - ein Fach wie jedes andere?

Im Folgenden soll das Fach Religion und seine Bedeutung für die Bildungs- und Erziehungsarbeit am Humboldt-Gymnasium vorgestellt werden. Dabei ist zu beachten, dass trotz seiner Besonderheiten das Fach Religion keine Sonderstellung einnimmt, sondern dass es ein  schulisches Unterrichtsfach wie jedes andere auch ist.

Wie kommt Religion in die Schule?
Der Religionsunterricht gehört zum Bildungsauftrag einer öffentlichen Schule. In einer Welt, die sich rasch verändert und Kindern und Jugendlichen nicht immer freundlich begegnet, sollen sie Zuversicht und Orientierung für ihr Leben finden. Dabei will ihnen der Religionsunterricht helfen.
Der Religionsunterricht ist das einzige Schulfach, das im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert ist: "Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen ... ordentliches Lehrfach. Er wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt." (GG Art. 7,3).
Der Religionsunterricht vermittelt Kenntnisse über den christlichen Glauben und die anderen Religionen. Er fördert Mitmenschlichkeit und Toleranz und verhilft dazu, eine eigene Überzeugung zu wichtigen Lebensfragen zu finden und diesen Fragen nicht auszuweichen.

Auftrag, Ziele, Leitlinien oder: Warum überhaupt Religionsunterricht?
Schulisches religiöses Lernen und Leben kann aus pädagogischer und theologischer Sicht kulturgeschichtlich, anthropologisch und gesellschaftlich begründet werden. Seine Aufgabe ist die Begleitung der Schülerinnen und Schüler im Prozess, der die religiöse Selbstbestimmung, die Befähigung zur Übernahme sozialer Verantwortung im Bereich von Religion und christlichem Glauben sowie die wissenschaftspropädeutische Ausbildung zum Ziel hat. Wir leben in einer Welt, die sich rasch verändert, sehr kompliziert geworden ist, keine einheitlichen Wertmaßstäbe besitzt und Menschen oft wenig freundlich begegnet.

  • Wer unsere Kultur und Gesellschaft verstehen will, muss Kenntnisse über den christlichen Glauben erworben haben. Zum Beispiel ist ohne das Wissen um den Schöpfungsglauben und die Geschichte der Hoffnung auf das Reich Gottes die europäische Tradition und Kultur nicht verstehbar. Literatur, Kunst, Werbung, Musik, Kinofilme und vieles andere bleiben ohne Grundwissen und Kenntnisse der jüdisch-christlichen Tradition unverständlich.

  • Gibt es Gott? Was ist der Sinn meines Lebens? Wohin führt das alles?  Es macht den Menschen aus, solchen Fragen nachzugehen und nach tragfähigen Antworten zu suchen.

  • Die Bedeutung der Religion nimmt im Weltmaßstab betrachtet erheblich zu. Zudem bleiben ohne Kenntnisse ihrer religiösen Wurzeln fremde Kulturen unverständlich. Unwissenheit und Gleichgültigkeit erschweren, wie wir täglich erleben müssen, die Verständigung zwischen den Religionen, Konfessionen und Kulturen. RU kann dazu beitragen, dass sich Menschen unterschiedlicher Herkunft mit Interesse, Respekt und Toleranz begegnen.

  • Dürfen wir alles was wir können? Was ist wirklich wichtig? Wie soll ich mich in Konflikten entscheiden? Woran kann ich mich halten? Der RU eröffnet Raum, sich über Fragen, die jeden Menschen beschäftigen, auszutauschen, und er stellt die Frage nach der Verantwortung. Er ermutigt zu einem Leben für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

  • In unserer Gesellschaft stehen arme und arbeitslose, kranke und behinderte Menschen oft am Rande. Auch unter Schülern gibt es nicht wenige, die im Schatten der Wohlstandsgesellschaft leben. Der RU will dazu anleiten, Leid und Not anderer nicht zu übersehen, Unmenschlichkeit wahrzunehmen, über Ursachen nachdenken und sie benennen, damit ihre Überwindung möglich wird.

Unter Bezug auf die Zielsetzungen des Gymnasiums will der Religionsunterricht helfen, Orientierungen und Einsichten in Sinn- und Wertfragen des Lebens zu gewinnen. Seine konkreten Themenstellungen und Methoden entwickelt er deshalb in der konstruktiven und kritischen Wechselbeziehung zwischen Fragen bzw. Erfahrungen des Menschen und Aussagen des Glaubens.
Der Religionsunterricht richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, sowohl an die „gläubigen“ als auch an die „suchenden“, die „indifferenten“ und die, die „sich als ungläubig betrachten“. Er präsentiert religiös bestimmte Deutungen des menschlichen Lebens, um die Schülerinnen und Schüler in ihrer Suche nach einem Sinn in ihrem Leben zu begleiten sowie sie zu verantwortlichem Handeln zu motivieren und zu befähigen. Begegnung und Dialog - nicht aber Missionierung, Selbstisolierung oder Abgrenzung - sind deshalb Kennzeichnen und Ausdruck einer ökumenischen Offenheit gegenüber anderen Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen.
Neben der im Schulalltag notwendigen Sachlichkeit und der Respektierung des Leistungsprinzips dürfen die persönliche Zuwendung, der Ausdruck bedingungsloser Wertschätzung und eine Kultur der Spiritualität nicht vernachlässigt werden. Diese Spiritualität begegnet auf vielen Ebenen, in Gesten, Zeichen und Symbolen, in Worten und Bildern, die dem Glauben seine besondere Gestalt geben. Die Schülerinnen und Schüler lernen sie im Religionsunterricht kennen und verstehen. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Suche nach etwas, das mehr ist als Materie, Konsum und vordergründiger Genuss, nicht allein zu lassen.

Bedeutung für das schulische Leben
Weil der Religionsunterricht nicht nur informiert, sondern auch auf existentielle Fragen eingeht,  sollte die religiöse Dimension des Menschen im allgemeinen Schulleben spürbar sein. In der jüdisch-christlich geprägten Rhythmisierung der Woche und des Jahres sowie in der Besonderheit bestimmter „Hoch“-zeiten im Jahr wie im Leben eines Einzelnen oder einer Familie ist für die meisten Schülerinnen und Schüler der Einfluss von Religion auf unser tägliches Leben (noch) zu erkennen. Auch im Schulleben wird er durch entsprechende Ferienzeiten, besondere Veranstaltungen zu bestimmten Terminen (z. B. Weihnachtskonzerte) oder durch die Wahrnehmung wichtiger Lebensfeste (z. B. Firmung oder Konfirmation) deutlich. Diese Durchdringung des Lebens durch Religiöses gilt es bewusst zu machen und zuzulassen. Schuljahrsbegleitende Gottesdienste oder ein besonderer Raum im Schulgebäude sind dafür Möglichkeiten.
Die Akzente, die das Fach Religion in das Schulleben einbringt, werden deutlich in der Zusammenarbeit mit anderen Fächern und außerschulischen Kooperationspartnern, z. B. in:

  • Entwicklung bzw. Vertiefung von fächerverbindendem und fächerübergreifendem Lernen Kooperation zwischen den Konfessionen und mit dem Fach „Praktische Philosophie“ Kooperation des Religionsunterrichtes mit den kirchlichen Gemeinden vor Ort oder Institutionen, die die religiösen Schnittstellen des Lebens betreffen (z.B. Diakonie/Caritas, Hospizbewegung, Konfliktberatungsstellen) schulischen Festen und Feiern, deren religiöse oder kulturgeschichtliche Bezüge zu bedenken sind der Gestaltung von regelmäßig stattfindenden ökumenischen Schulgottesdiensten

Wie melde ich mich beim Religionsunterricht oder Praktischer Philosophie an?
Grundsätzlich nehmen am Unterricht in Jüdischer Religionslehre (der Gemeinde) sowie am Evangelischen bzw. Katholischen Religionsunterricht ab der Jahrgangsstufe 5 alle Schüler teil, die dieser Religion bzw. der jeweiligen Konfession angehören. Alle anderen Schüler nehmen am Unterricht in Praktischer Philosophie teil.

Ausnahmen können in folgenden Fällen beantragt werden:
Schüler, die am Unterricht in Jüdischer Religionslehre teilnehmen, können auch am Unterricht in Praktischer Philosophie teilnehmen.
Schüler, die einer orthodoxen Konfession angehören, können am Ev. oder Kath. Religionsunterricht – anstelle des Philosophie-Unterrichts – teilnehmen.
Jeder Schüler, der zur Teilnahme am Religionsunterricht verpflichtet ist, kann sich aus eigener Gewissensüberzeugung heraus gegen die weitere Teilnahme am Religionsunterricht entscheiden; dann muss er am Unterricht in Praktischer Philosophie teilnehmen. Es besteht natürlich immer das Angebot, sich in einem solchen Fall mit dem Fachlehrer zu besprechen.

Wie melde ich mich um?                                                                                                      

Für all diese Fälle gilt: Dem Schulleiter muss ein schriftlicher, vom Schüler unterzeichneter Antrag vorgelegt werden. Die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten wird ebenfalls benötigt: Hat der Schüler das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet, zur Rechtsverbindlichkeit; hat er es bereits vollendet, dann zur Kenntnisnahme. In dem Antrag zur Ummeldung vom Religionsunterricht zum Philosophieunterricht muss darüber hinaus die Formulierung enthalten sein, dass Ihr Kind diese Ummeldung „aus Gewissensgründen“ beantragt.
Aus schulorganisatorischen Gründen ist ein solcher Antrag bis zum Ende der 5. vollen Woche vor Beginn der Sommerferien zu stellen. Sollte ihr Kind schon wissen, dass es einen Wechsel vornehmen möchte, empfiehlt es sich daher, den Antrag umgehend einzureichen, um in jedem Fall die Frist zu wahren. 
Dieser Antrag gilt dann für alle folgenden Schuljahre, soweit kein neuer Antrag gestellt wird, mindestens aber für das folgende Schuljahr. In jedem Fall erhält der Schüler dann auch eine Note im entsprechenden Fach. Wurde der Antrag abgelehnt, so ist im Folgejahr ein erneuter Antrag zu stellen, wenn der Wunsch nach einer Ummeldung weiterbesteht.

Die Fachschaften für Evangelische und Katholische Religionslehre und Philosophie

 


Geschichte

Zentrales Merkmal des Faches Geschichte ist die Betrachtung menschlichen Handelns in der Zeit und die Auswirkung dieses Handelns in der Zukunft. Vergangenheit wird deutend (re-)konstruiert, einzelne Elemente des Vergangenen werden sinnvoll und nachprüfbar miteinander verknüpft.

Durch die Beschäftigung mit historischen Ereignissen, Personen, Prozessen und Strukturen können Schülerinnen und Schüler erkennen, dass vergangenes Geschehen mit ihrer Gegenwart zusammenhängt, auf ihr Leben einwirkt und für die Zukunft Bedeutung hat. Sie erhalten die Chance, heimisch zu werden in der Welt, in die sie hineingeboren werden und in der sie leben, indem sie diese Welt in ihrem Gewordensein verstehen lernen. Das Fach Geschichte erschließt aber auch ein durch viele Jahrhunderte entstandenes Reservoir menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns, das auch anderen Kulturen entstammt, und ermöglicht so die Erfahrung des Andersseins. Durch die Erkenntnis der Alternativen zum „Jetzt und Hier“ wird die historische Gebundenheit des gegenwärtigen Standortes erkennbar.

Vor dem Hintergrund solchen Wissens erwerben die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, an der Gestaltung dieser Welt mitzuwirken, indem sie kritisch mit angebotenen Bewertungen umgehen, bewusst Bewährtes fortführen und Chancen der Erneuerung verantwortlich wahrnehmen.

So leistet das Fach Geschichte einen Beitrag zur Ausbildung der persönlichen Identität und zur sozialen Orientierung in der heutigen Zeit ebenso wie zur kompetenten Teilhabe an Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Es trägt - gemeinsam mit den Fächern Erdkunde und Politik/Sozialwissenschaften - zur historischen, politischen und in Maßen auch zur ökonomischen Bildung der Schülerinnen und Schüler bei.

Ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein entwickelt sich in dem Maße, wie Schülerinnen und Schüler historische Kompetenz erwerben, also jene fachspezifischen Fähigkeiten, die erforderlich sind, um Phänomene als historisch bedeutsam zu erfassen, diese Phänomene (möglichst) selbstständig zu untersuchen, Zusammenhänge und Zeitverläufe zu deuten, gewonnene Erkenntnisse darzustellen, Folgerungen für Gegenwart und Zukunft zu ziehen und am öffentlichen Diskurs über Geschichte teilzunehmen.

Historische Kompetenz umfasst eine Reihe spezieller und untereinander vernetzter Teilkompetenzen, die sich den Bereichen Sach-, Methoden- und Urteilskompetenz zuordnen lassen und eine wesentliche Voraussetzung für reflektierte Handlungskompetenz schaffen.

In der Sekundarstufe I wird das Fach Geschichte am Humboldt Gymnasium in den Klassen 5 oder 6, 8 und 9 unterrichtet. Dabei wird exemplarisch vorgegangen, beginnend von der Ur- und Früh-Geschichte, über das Zeitalter der Antike, des Mittelalters, der frühen Neuzeit bis in unsere heutige Zeit.

Während der Einführungsphase (EF) in der Oberstufe werden die seit dem Schuljahr 2014/15 laut Kerncurriculum für die Sekundarstufe II verbindlichen Inhalte „Erfahrungen mit Fremdsein in weltgeschichtlicher Perspektive“, „Islamische Welt – christliche Welt: Begegnung zweier Kulturen in Mittelalter und früher Neuzeit“ und „Die Menschenrechte in historischer Perspektive“ thematisiert. In der Qualifikationsphase der Sekundarstufe II (Q1/Q2) sieht die Obligatorik des Zentralabiturs die Behandlung des Zeitraumes vom "Langen" 19. Jh. bis zum "Kurzen" 20. Jh. vor.

Dirk Göbels

 





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